5 Fragen…an Andrea Schwarz, Head of Human Resources, ITM Isotopen Technologien Muenchen AG

5 Fragen…an Andrea Schwarz, Head of Human Resources, ITM Isotopen Technologien Muenchen AG

29.10.2018

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ageneo-Mitarbeiter und Geschäftspartner melden sich zu Wort: Von unseren Consultants bis hin zur Geschäftsleitung und langjährigen Wegbegleitern – hier hat jeder eine Meinung. Die Kollegen berichten über ihren Weg zur Personalberatung, was ihnen bei ageneo gefällt und geben Tipps für potenzielle Bewerber. Geschäftspartner berichten über Inside-News aus den Life-Scienes und vieles mehr.

Lesen Sie hier, wie Andrea Schwarz, Head of Human Resources, den Wandel für HR-Abteilungen im Hinblick auf die Digitalisierung wahrnimmt und wie das hochspezialisiertes Unternehmen ITM Isotopen Technologien Muenchen AG mit dem Fachkräftemangel umgeht.

Liebe Frau Schwarz, inwiefern wird sich Ihrer Meinung nach die HR-Rolle im Zeitalter der Digitalisierung verändern?

Ich denke der Personaler befindet sich generell zunehmend in der Rolle des Business Coaches für die Fachbereiche, er verbindet, moderiert, zeigt Lösungen auf. Er unterstützt durch geeignete Tools und Systeme, die die Führungskräfte wie auch die Mitarbeiter in ihrer Arbeit fördern. Die Verwaltung von Personaldaten hat aus meiner Sicht schon lange seinen vorderen Platz in der Aufgabenliste einer Personalabteilung verloren, es geht vielmehr um Beratung, Gestaltung, flexibles Reagieren auf die vielfältigen Aufgaben und Heraus­forderungen des Business.

Gleichzeitig sorgt der Personaler mit modernen Recruitment- und Employer Branding- Maßnahmen dafür, passende Talente und Experten zu finden und mit Hilfe eines multimedialen Personal­marketings für das Unternehmen zu gewinnen und letztlich zu binden. Sein Ziel muss es sein, dass sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen identifizieren und sich in der Unternehmenskultur wohlfühlen.

Haben diese Implikationen Auswirkungen auf Personalberater?

Ja, die Personaler gehen dank moderner Recruitment-Systeme immer mehr selbst auf die Kandidaten zu, die Arbeit des klassischen Headhunters wird dadurch sicher nicht ersetzt,  aber es ist jetzt schon zu beobachten dass immer mehr Personalabteilungen dazu übergehen, selbst einen Recruiter einzustellen und dadurch hoffen, dauerhaft die Recruitmentkosten zu senken. Insofern werden Personalagenturen gezwungen sein, ihr Angebot anzupassen, evtl. alternative Wege zu gehen, neue Nischen zu finden.

Hat der überall spürbare Fachkräftemangel dazu geführt, dass HR inzwischen als strategische Rolle anerkannt wird?

Ja und Nein – HR besitzt zwar die Anerkennung und wird gehört, wenn es darum geht, auf welchem Wege Bewerber zu welchem Gehalt gefunden werden können, oder wie ein adäquates Vergütungssystem aufgebaut werden kann. HR ist jedoch in den fundamentalen Entscheidungen, wie ein Business aufgebaut wird, was machbar / realistisch ist, unter Einbeziehung der entsprechenden Timelines, oftmals nicht direkt eingebunden, sondern  eben noch „ausführende Gewalt“ und muss es irgendwie richten, was von der Geschäfts­leitung entschieden wurde.

Wie reagiert ein so hochspezialisiertes Unternehmen wie die ITM auf den Fachkräftemangel?

In der ITM stellen wir fest, dass es nicht an qualifizierten technischen oder wissen­schaftlichen Kandidaten scheitert, hier hilft uns unser Netzwerk, wir sind in der Branche und auch im Umfeld der TUM gut bekannt und bieten inhaltlich Vieles, was die Bewerber anzieht. Gerade der medizinische Aspekt, dass wir mit unseren Präparaten Krebs-Patienten auf der ganzen Welt wirksam behandeln können (die Strahlentherapie ist stark auf dem Vormarsch, es handelt sich um einen absoluten Wachstumsmarkt) wird sehr positiv wahrgenommen.

Auf der anderen Seite haben wir jedoch unsere Schwierigkeiten, wenn wir Funktionen in der Finance- oder IT-Abteilung besetzen möchten. Ohne den Vorteil, dass man uns „kennt“, ist es zunächst schwer, einem Buchhalter oder IT-Administrator zu vermitteln, warum er zu uns kommen soll und beispielsweise nicht zu BMW. Hier ist die Münchner Konkurrenz sehr groß. Wir bemühen uns daher, durch verschiedene Maßnahmen verstärkt auf uns aufmerksam zu machen und klären in der Kandidatenansprache und in Interviews auf, welche Chancen bestehen, wenn man jetzt in unser stark wachsendes Unternehmen mit an Bord kommt. Dank internem Refer-a-Friend-Programm, einer ansprechend aufbereiteten Homepage mit Mitarbeiter-Videoportraits, die einen tollen, direkten Einblick in die Firmenkultur bieten, sowie nicht zuletzt der Einschaltung geeigneter Personalagenturen als verlässliche Partner gelingt es uns aber letztlich doch, an die benötigten Mitarbeiter zu kommen, nur ist oftmals etwas mehr Zeit für das Recruitment einzuplanen.

Sie sind bei dem ITM Isotopen Technologien Muenchen AG für das gesamte Human Ressources verantwortlich. Gibt es bei Ihren vielfältigen Aufgaben etwas, das Ihnen besonders viel Freude macht?

Der Aufbau des Unternehmens, das Gestalten neuer Strukturen und die Schaffung neuer Teams/Abteilungen, die Einführung adäquater, innovativer Prozesse und Systeme sind für mich absolute Highlights, die mir seit meinem Start vor nunmehr 2 Jahren sehr viel Freude bereiten. Die Professionalisierung wie auch die Internationalisierung der Firma sind überall spürbar. Wir sind nun 133 Mitarbeiter aus 23 Nationen, Tendenz stark steigend. Wir werden in naher Zukunft neue Standorte beziehen und unsere Produktionskapazitäten stark erhöhen. Die Rekrutierung und das Employer Branding waren für mich schon immer Schwerpunkte meiner Arbeit, hier bei der ITM kann ich diese Neigung so richtig ausleben.

Auch die Einführung von standardisierten Mitarbeitergesprächen, die Unterstützung der Führungsarbeit durch systematisches Führungskräftetraining, die Förderung der Mitarbeiter durch Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten auch über Abteilungsgrenzen hinaus sind als weitere Punkte zu nennen, warum ich gerne als Personalleiterin in der ITM arbeite. Nicht zu vergessen, dass HR auch für Firmenfeste und soziale / sportliche Events zuständig ist und dieses Amt im Sinne eines wertschätzenden und kollegialen Miteinanders meines Erachtens genauso wichtig ist wie die adäquate Bezahlung der Mitarbeiter durch Gehälter, die einem Benchmarking mit vergleichbaren Firmen standhalten.

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Anna Mirabichvili – Marketing and Communications

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